Wissenschaftlich begleitet

Klinische Studie mit CosyMe: Im Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Erler

Kurzantwort: Prof. Dr. Thomas Erler, einer der führenden Schlafforscher Deutschlands, begleitet CosyMe seit vielen Jahren – von der ersten klinischen Studie bis heute. Im Interview, das im Oktober 2023 mit ihm geführt wurde, ordnet er ein, was sicheren Babyschlaf ausmacht und welche Rolle CosyMe dabei spielt. Die Basis dafür bildet eine unabhängige klinische Studie am Carl-Thiem-Klinikum Cottbus.
CosyMe wurde von Anfang an nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern auch auf wissenschaftlicher Grundlage entwickelt. Bevor das Produkt auf den Markt kam, initiierte Gründerin Andrea Henschel eine unabhängige klinische Studie – mit dem klaren Ziel: CosyMe sollte auf Herz und Nieren geprüft werden, bevor es Familien empfohlen wird.

Interview mit Prof. Dr. Thomas Erler

Prof. Dr. Erler ist einer der profiliertesten Schlafforscher Deutschlands. Im Interview beantwortet er Fragen rund um sicheren Babyschlaf und die Rolle von CosyMe. Die folgenden Antworten sind im Original-Wortlaut von Prof. Dr. Erler wiedergegeben.
CosyMe:
"Stimmt es, dass die Sterberate durch den plötzlichen Säuglingstod (SID) in Deutschland in den letzten 10 Jahren um rund 93 Prozent zurückgegangen ist?"
Prof. Dr. Erler:
"JA."
CosyMe:
"Welches sind aus Ihrer Erfahrung die wichtigsten Faktoren, die diese Reduzierung geschaffen haben bzw. die wichtigsten Faktoren, die Eltern für einen sicheren Babyschlaf beeinflussen können?"
Prof. Dr. Erler:
"Das Wichtigste ist die konsequente Aufklärung der Eltern über die optimalen Schlafbedingungen für Säuglinge. In wissenschaftlichen Studien wurde als entscheidender Risikofaktor die Bauchlage während des Schlafes ermittelt. Deshalb gibt es folgende konsentierte Pflegeempfehlungen von Fachleuten:
A) Rückenlage
B) luftige, leichte Bekleidung
C) keine losen Kissen, Decken, Kuscheltier und/oder Felle im Bett verwenden
D) Rauchfreie Umgebung
E) Zimmer Temperatur 16–18 Grad
F) luftdurchlässiger Matratzenüberzug
G) Bewegungsfreiheit in geräumigem Bett
H) Schlaf in der Nähe der Eltern – aber im eigenen Bett"
CosyMe:
"Wie stehen Sie zu der Aussage der Stiftung Kindergesundheit: “… dies geschah durch die intensive Aufklärung der Familien über das richtige Verhalten und über die notwendigen Vorbeugemaßnahmen. Die wichtigste Regel zur Verhinderung des plötzlichen Säuglingstods lautet, eine Bauchlagerung des Babys kompromisslos zu vermeiden. Babys sollen auf dem Rücken schlafen” – unterstreicht die Stiftung Kindergesundheit?"
Prof. Dr. Erler:
"Dies stellt heute die wissenschaftliche eindeutig belegte Expertenmeinung dar und wird durch mich an Eltern, Erzieher, Hebammen und Familienmitglieder, die in die Säuglingsbetreuung involviert sind, weitergegeben."
CosyMe:
"Vermieden werden soll, dass Babys “enge einwickeln in Tüchern in Bauch- und Seitenlage”. Sie kennen den CosyMe Babyschlafsack seit Jahren, sehen Sie hier einen Zusammenhang?"
Prof. Dr. Erler:
"NEIN. Gemeint ist eine feste Wickeltechnik, die eine Bewegungsfreiheit von Armen und Beinen von Säuglingen grundsätzlich verhindert. Eine solche Einschränkung sollte vermieden werden. Im CosyMe-Schlafsack können die Beine frei bewegt werden und u.U. auch die Arme außerhalb des Kissens bleiben. Wichtig ist bei der Anwendung von CosyMe die größengerechte Verwendung. D.h. das Baby sollte in keinem Wickelkissen schlafen, in das es komplett hineinrutschen könnte und wodurch womöglich das Gesicht bedeckt werden würde."
CosyMe:
"Ist der CosyMe gerade deshalb auch als so empfehlenswert anzusehen, da Babys sich immer nur in Rückenlage befinden und sich nicht auf den Bauch drehen können (dank des speziellen Inletts etc.)?"
Prof. Dr. Erler:
"JA."
CosyMe:
"Was halten Sie fürs nächtliche Schlafen von Babynestchen, Kuscheltieren im Bett oder Pucksäcken, die um den Kopf gehen? Thema freies Atmen & Kopfbedeckung zu Hause?"
Prof. Dr. Erler:
"Wie bereits oben ausgeführt, im Säuglingsbett unbedingt vermeiden."
CosyMe:
"Zusammenfassend: Gibt es etwas, was Sie den werdenden oder jungen Eltern sagen möchten?"
Prof. Dr. Erler:
"Die beste Botschaft an junge Eltern dürfte heute darin bestehen, dass wir mit Recht behaupten können, dass der sogenannte Plötzliche Säuglingstod in Deutschland nahezu keine Rolle mehr spielt. Innerhalb von 30 Jahren konnten durch Vermeidung von bekannten Risikofaktoren mehrere Tausend Kinder gerettet werden. Der Rückgang von SIDS um das fast 16-fache ist eine Leistung, die in kaum einem anderen medizinischen Fachgebiet hinsichtlich der Absenkung einer Sterberate je erreicht wurde! Aber: Es gibt immer wieder junge Eltern, die umfassend über Risikofaktoren informiert werden müssen. Nur so können auch noch die letzten Fälle vermieden werden, und es sollte zu keinem erneuten Anstieg derart tragischer Verluste kommen."
CosyMe:
"Professor Erler, ich danke Ihnen sehr für Ihre kostbare Zeit. Gestatten Sie mir abschließend die Frage: Stimmt es, dass Ihr Enkelkind im CosyMe geschlafen hat?"
Prof. Dr. Erler:
"JA – inzwischen haben bereits 4 Enkelkinder (2 Jungen und 2 Mädchen) von mir im CosyMe ihre Säuglingszeit sehr zufrieden bewältigt."

Die wissenschaftliche Grundlage: Die klinischen Studie

Was Prof. Dr. Erler im Interview einordnet, beruht nicht auf Meinung, sondern auf einer unabhängigen, von ihm und Lars Eckehard Meyer durchgeführten klinischen Studien am Carl-Thiem-Klinikum Cottbus – seit über einem Jahrzehnt wissenschaftlich bestätigt und von Prof. Dr. Erler bis heute persönlich begleitet:
2009 · Erstauswertung

„Schlafqualität bei Säuglingen – Polysomnographisch gestützter Vergleich unter Wickel- (Swaddling-) bzw. Schlafsack-Bedingungen“

Publiziert in: Somnologie, 2009;13:24–28
60 gesunde Säuglinge (30 Studien-, 30 Kontrollgruppe) · mittleres Alter 54 Lebenstage · Polysomnographie im Schlaflabor
2011 · Folgestudie · Erweiterte Probandenzahl

„Swaddling: A traditional care method rediscovered“

Publiziert in: World Journal of Pediatrics, 2011;7(2):155–160 · PMID 21574032
Folgestudie mit erhöhter Probandenzahl für die internationale Publikation · randomisiert-kontrolliert · 85 gesunde Säuglinge (40 Studien-, 45 Kontrollgruppe) · Durchschnittsalter 7,5 Wochen · Polysomnographie im Schlaflabor

Zentrale, publizierte Ergebnisse

Zur Einordnung: Die Studie belegt bessere Schlafqualität im CosyMe. Der Zusammenhang zu sicherem Schlaf ergibt sich über die unterstützte Rückenlage – nicht über eine direkt gemessene SID-Risikoreduktion.

Weitere Fachbeiträge und Berichte u. a. in

Medical Tribune · Kinderkrankenschwester · DGSM · Springer Medizin

Häufige Fragen zur Studie

Wer hat die CosyMe-Studien durchgeführt?
Prof. Dr. Erler und Lars Eckehard Meyer am Carl-Thiem-Klinikum Cottbus, einem Akademischen Lehrkrankenhaus der Charité.
Was haben die Studien herausgefunden?
Babys im CosyMe schliefen ruhiger, wachten seltener auf und erzielten eine höhere Schlafeffizienz als im herkömmlichen Schlafsack.
Ist CosyMe eine Art enges Pucktuch?
Nein. Anders als klassisches, festes Wickeln erlaubt CosyMe freie Beinbewegung und unterstützt die sichere Rückenlage, ohne die Bewegungsfreiheit vollständig einzuschränken. Außerdem kann man den CosyMe auch mit außenliegenden, frei beweglichen Armen nutzen.
Sind die Interview-Antworten von Prof. Dr. Erler autorisiert?
Ja, die auf dieser Seite wiedergegebenen Antworten stehen im Original-Wortlaut, wie von Prof. Dr. Erler formuliert und freigegeben.